Judo

ESV Ingolstadt-Ringsee e.V.

ESV Männer führen weiterhin Judo-Bayernliga an

Erstellt von Schneider | |   Judo

Die Ausgangslage für den ersten „echten“ Heimkampf der Saison war schon mal Spitze für die ESVler – wörtlich genommen. Als Tabellenerster ging es vor lauter Kulisse gegen die unterfränkische Kampfgemeinschaft Eltmann-Höchberg. Tabellenführer war man durch das Fernbleiben der Mainburger vor fünf Wochen geworden, die nicht genügend Kämpfer, oder aber Angst hatten, vermutlich Ersteres. Eigentlich war nach dem knappen 9:11 in Mainburg vom Vorjahr Revanche angesagt. Durch den kampflosen Sieg mag man vielleicht meinen, die Coyoten hätten den ersten Platz nicht verdient, den sie bis Samstag mit der zweiten vom TSV Abensberg teilten. Und auch wenn sich das Team einig ist, man sei vorbereitet gewesen und hätte den Sieg auch so eingefahren – den Spitzenplatz gilt es sich weiterhin zu verdienen.

Also fuhren die Schanzer wieder alle Geschütze auf, die sie bieten konnten. „Edward Freidenberg fehlt uns heute, das spüren wir, aber ansonsten haben wir heute Bestbesetzung“, kündigte Coach Seba Zimmermann vor der Begegnung an. Das zeigte sich zum Beispiel in der Gewichtsklasse bis 81 Kilo, die das Match eröffnete. Patrick Fixmer holte seine erworfene große Wertung, Waza-ari genannt, souverän über die Zeit. Er gab den Stab an Lukas Brandstetter weiter, der mit einem wuchtigen Innenschenkelwurf gleich zu Beginn in Führung ging. Auch er wandelte den Waza-ari nach dem Gong zu einem Punkt. Christopher Sommer ging seinen Kampf ganz anders an. Er unterschätzte seinen mehrere Köpfe kleineren Gegner im Schwergewicht und wachte erst auf, als er nach einem geschleuderten Konter zurück lag. Dann aber lotete er seine Chancen aus und schloss schließlich mit einer wuchtigen Beintechnik und Ippon vorzeitig den Kampf. Matthias Werner baute die Führung durch zwei edle Würfe sogar zum 4:0 aus. Erst Youngster Erik Moser gab den Gästen das Gefühl, auch mitspielen zu dürfen. Er ging zwar auch schnell in Führung, unterschätzte seinen Gegner aber kraftmäßig – vermutlich wegen der orangen Gürtelfarbe – und geriet in einen ausweglosen Haltegriff. Demis Tsanidis‘ leichtgewichtiger Gegner trug dieselbe Farbe, weshalb Coaches und Kollegen davor warnten, auch ihn zu unterschätzen. Trotzdem geriet auch der kampferfahrene Grieche in Rückstand, setzte dann aber zwei Techniken durch und siegte. Der junge Georgios Aslanidis machte bis 90 Kilo einen tollen Kampf gegen einen sehr erfahrenen Gegner, hatte die Möglichkeiten zu gewinnen, am Ende aber das Nachsehen. Nika Mouladze, eigentlich 81 Kilo schwer, trat gegen den zweiten 90er an. Der Kampf war taktisch geprägt, was dem wurfwütigen Mouladze nicht schmeckte. Er ließ sich durch Kleinigkeiten aus der Ruhe bringen und schenkte den Gästen damit ihren dritten Punkt. Im Halbleichtgewicht bis 73 Kilo setzte Georg Buschmann noch einen Punkt für die Hausherren drauf. Er ließ seinen Gegner nicht zum Zug kommen, weshalb dieser zurecht zweimal bestraft wurde. Erst kurz vor Schluss erhielt „Buschi“ handfesten Zugriff und klappte den Kontrahenten mit einer Einhaktechnik auf die Tatami: Ippon. Den Schlussstrich einer gelungenen ersten Halbzeit zog Wolfgang Schneider, der in einem sehr aktiven Kampf nicht nur seinen Gegner forderte, sondern auch den Trainer der Gäste zum Kochen brachte. Am Ende hieß es auch Ippon für ihn.

„Es klingt jetzt vielleicht nach einer sicheren Führung, 7:3. Aber das ist nicht so, wir brauchen jeden Punkt. Ich will nicht nur die vier nötigen Punkte holen, ich will, dass jeder von Anfang bis Ende konzentriert ist und seinen Punkt holt. Das Ziel, das über

dem Kampf steht, ist immer noch der Aufstieg in die zweite Liga!“ Die Worte von Coach Seba Zimmermann sollten Wirkung zeigen, er kombinierte diese mit drei nominellen Umbesetzungen in der Aufstellung.

Nika Mouladze, diesmal in seinem originalen Gewicht, holte nach 22 Sekunden einen nächsten Punkt für Ingolstadt per spektakulärem Wurf. Lukas Brandstetter hatte Gefallen daran gefunden, Führungen über die Zeit zu bringen und tat dies erneut. Bei den Schweren lieferte Savellios Stafaridis eine große Leistung ab, setzte sich im Kampf aber nicht durch und gab den Zähler ab. Durch Matthias Werner fanden die Judoka mit den schwarzen Hosen aber wieder in die Spur, er wiederholte seine Performance mit den zwei Waza-ari. Auch Erik Moser rief nun sein Potential ab, mit einem Ippon, den selbst das ungeschulte Auge als solchen erkennt. Demis Tsanidis verbrachte auf der Matte weniger Zeit als auf dem Weg zu ihr. Er lieferte mit einem 17-sekündigen Blitzsieg einen schönen Fußfeger und den schnellsten Ippon des Tages ab. Georgios Aslanidis nutzte beim zweiten Auftritt die gesparte Energie und warf, nachdem ihm ein erster Ippon verwehrt blieb, erneut voll auf den Rücken und gewann. Coyote Robert Kohlhuber ging wagemutig in seine Begegnung, bezahlte seinen Einsatz mit einem tiefen Fall durch einen Konter – der letzte Punkt für Höchberg. Die 73er Buschmann und Schneider waren wieder eine Bank, sie benötigten gemeinsam lediglich knapp über zwei Minuten, um zwei vorzeitige Siege einzufahren.

Durch den 15:5-Endstand haben die ESVler die Tabellenführung verteidigt. Für die Coaches Gebrüder Zimmermann eine Genugtuung, aber auch ein notwendigerweise aufgenommener Schwung. Denn schon am Samstag steht die nächste Revanche an. Für die knappe Heimniederlage vom Vorjahr will man sich in Lenggries erkenntlich zeigen; und natürlich die Tabellenführung weiter verteidigen, den das Ziel darüber ist der Aufstieg."

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